Wir sind jetzt schon fix und fertig

Alter Verwalter. Heute ist unser letzter Abend in Hamburg und irgendwie habe ich immer noch nicht das Gefühl, dass das alles wirklich passiert. Gestern Abend bin ich zwar weinend eingeschlafen und nachts mit Panikattacken aufgewacht, aber dennoch ist es für mich noch nicht greifbar, dass ich ab morgen Abend in Solingen leben werde. Und an den Abschied morgen will ich auch noch nicht denken!

Zumindest ist (fast) alles so weit fertig, dass es einfach nur in den Transporter geladen werden muss. Den Rest der Küche müssen wir heute Abend noch ausräumen, aber sonst ist alles gut. Ich konnte mich allerdings nicht daran halten, nicht schwer zu heben und nicht gebückt zu arbeiten. Alleine hätte Denis das nie geschafft. Die Quittung habe ich nun: So schlimme Rückenschmerzen wie lange nicht mehr. Kann kaum noch gehen und mich auch nicht gut bücken. Aber gut, es ließ sich nicht vermeiden.

Mal sehen, wie der Umzug morgen läuft und wie es unseren Helfern geht. Gerade schlagen die Krankheiten wieder wild um sich.

Hier mal ein paar Bilder vom aktuellen Stand:

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Ein Horrorfilm braucht kein Blut…

… nur einen richtig umfangreichen Umzug. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Umzug mehr Potential für Schockmomente und Herzinfarkte in sich hat als jeder noch so schreckliche Killerstreifen. Garantierte Station des Grauens: IKEA. Da muss man sich dann durch Dutzende solcher Regale und Fächer quälen, um seine Möbel rauszusuchen.

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Wenigstens ist alles beschriftet. Man stellt ja irgendwann keine hohen Ansprüche mehr. Wobei ich sagen muss: Die letzte Woche hat mich ordentlich geschlaucht. Bevor wir nämlich überhaupt mal zum IKEA kamen, musste ja noch einiges erledigt werden. Einen Tag nach mir hatte Denis seinen Abschied in der Firma. Am gleichen Abend noch sind wir losgezogen, um unseren Mietwagen zu holen. Es sollte gleich nach Solingen gehen und wir wollten schon ein paar Sachen mitnehmen. Also wirklich nur ein paar, denn viel passte in den Wagen nicht hinein. Während wir also noch alles zusammensuchten, brach draußen der Sturm los. Ein furchtbares Gewitter mit Hagelkörnern so groß wie Glasmurmeln. Und wer mich kennt, der weiß ja, was für eine Angst ich vor Gewitter habe. (Vielleicht ist es meinem nervlichen Zustand in diesem Moment geschuldet, dass ich die Hälfte der Dinge, die ich einpacken wollte, vergessen habe.) Als es sich etwas beruhigt hatte, ging es los: Auto bepacken und ab auf die Straße. Unschön: Wir sind dem Unwetter hinterher gefahren. Und so befanden wir uns zwischen Hamburg und Bremen genau unter dem Gewitter. Es regnete wie verrückt, man hat kaum noch die Straße erkannt. Überall um uns herum zuckten Blitze und und ich war stark damit beschäftigt, mich gleichzeitig irgendwie abzulenken und mir die Augen zuzuhalten. Mir ging es wirklich nicht gut in diesen Minuten. Zum Glück ließen wir das schlechte Wetter kurz hinter Bremen hinter uns und der Rest der Fahrt verlief ruhiger. Bis auf meinen Schrei als ich sah, dass Denis neben mir der Kopf nach unten weg sackte. Ich war der Meinung, er wäre am Steuer eingeschlafen. Aber eigentlich hat er nur im Takt der Musik genickt. Ja… Ich war wohl schon etwas übermüdet.

Am Donnerstag ging es bereits vormittags zum OBI, um nach Wandfarben, Tapeten und Laminat zu schauen. Bei den Farben waren wir uns ziemlich schnell einig, da wir im Vorfeld ja schon wussten, was wir wollten. Beim Laminat gestaltete sich die Sache dann schon schwieriger und – meine Güte, ist das Zeug teuer! Wenn ich Teppich nicht so furchtbar hässlich finden würde, hätte ich mir das noch mal überlegt. Wir entschieden uns für einen dunklen Walnuss-Boden, den wir aber noch nicht kaufen und mitnehmen wollten, und huschten dann auch schon zur Kasse, da der Termin für die Vertragsunterzeichnung und die Wohnungsübergabe anstand. Ja, das war noch gar nicht erledigt. Und ich hatte wirklich Angst, dass noch irgendwas schief geht. Ich glaube, ich wäre der guten Frau aus dem Stand an den Hals gesprungen. Die war mir eh nicht sonderlich sympathisch, denn ich kann es ja unheimlich gut leiden, wenn man mich wie ein kleines Kind behandelt. Oh ja. Sie war offensichtlich der Meinung, wir wären nicht gerade mit Intelligenz gesegnet, denn was sie uns bei der Wohnungsübergabe alles haarklein erklärt hat, weiß jeder Hans und Franz. Und wie groß war unsere Freude als wir entdecken mussten, dass die Duschabtrennung noch nicht aufgebaut, der Warmwasserzähler noch nicht eingesetzt worden war und die Wasseruhren für die Waschmaschinen im Keller komplett fehlten! Hossa! Frau H. versprach, sich darum zu kümmern. Passiert ist bis heute allerdings nichts. Vielleicht springe ich ihr also doch noch an den Hals.

Freitag folgte ein weiterer Tag mit Zeitdruck. Denis hatte morgens schon angefangen, die Wände in der Wohnung zu verputzen. Es hatte sich nämlich herausgestellt, dass wir nicht tapezieren mussten, da die Wände entsprechend vorbehandelt worden waren. Gute Neuigkeiten, denn so mussten nur ein paar Macken ausgebessert werden und wir sparten Zeit und ca. 400 Euro und die Materialkosten für das Tapezieren. Mittags hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Essen und Denis war so lieb und hat mich hin gefahren. Es lief auch ganz gut, denke ich. Ist halt Personalvermittlung für eine Firma in Wuppertal, aber es klang ganz gut und ich lasse mich einfach mal überraschen, was da so bei rum kommt. Auf dem Rückweg ging es dann zu IKEA in Düsseldorf. Es ist wirklich interessant, wie viele Männer mit jedem Schritt tiefer in die Gänge des Einrichtungshauses immer genervter werden. Meiner ist da auch keine Ausnahme, aber wir mussten uns nun mal um Küche und Wohnzimmerwand sowie ein paar Kleinigkeiten kümmern. Die Küche hatten wir uns im Vorfeld ja schon entworfen, weshalb das verhältnismäßig schnell ging. Die Wohnzimmerwand ließen wir uns aber von einer sehr netten Mitarbeiterin komplett auf unsere Bedürfnisse anpassen und zusammenstellen. Das dauerte. Und dauerte. Und Denis wurde immer stiller. Und stiller. Als es dann geschafft war, stolperten wir über den perfekten Esstisch und die passenden Stühle. Also gleich mal eingepackt. Ebenso wie einen Spiegelschrank fürs Bad. Den will Denis allerdings wohl zurückbringen, weil er einen schöneren gefunden hat. Die erste Ladung an Möbeln landete also bei uns im Keller.

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Ja, das ist unser Kellerraum. Man sieht es hier nicht so gut, aber er ist riesig. So groß wie unser jetziges Wohnzimmer. Mir sind fast die Augen rausgefallen, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Denis möchte sich dort gern eine Hobbywerkstatt einrichten für sein Rad. Kein Problem. Da hätten sogar drei Werkbänke Platz. Oder mehr. Aber weiter im Text. Unser nächster Weg führte uns zu einem Laminathandel, weil wir uns noch einmal wegen eines anderen Bodens umsehen wollten. Und wir fanden einen! Inklusive Fußleisten und Trittschalldämmung. Ebenfalls Walnuss, allerdings mit heller Maserung und nicht durchgängig dunkel. Ich denke, das war eine gute Entscheidung, da die Wohnung so nicht so dunkel wirkt (und man den Dreck nicht so schnell sieht). Da wir noch eine Stunde Zeit hatten bis Ladenschluss, sind wir noch mal los, um nach einem Sofa zu schauen. Und – tadaaaaaa! – das ist das gute Stück!

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Also, ich find’s wirklich schön.

Abends bin ich zu Melanie nach Monheim gefahren, da genau über Pfingsten die DoKomi in Düsseldorf stattfand. Da ich wegen meines Rückens ohnehin nicht mit anfassen konnte, habe ich Convention-Urlaub erhalten und durfte Zeit mit meinen Freunden verbringen. Da mein ursprünglich angedachtes Kostüm leider nicht fertig wurde und ich für meine Alternative die Hälfte zuhause vergessen hatte (Hab ich’s nicht gesagt?), war Martina so nett, mir eines ihrer tollen Kobato-Kleider zu leihen. Ich war sofort verliebt! Ich hab zwar keinen Plan vom Charakter und der Serie, aber wurscht. Mir hat es gefallen! So war der Samstag recht chillig und ich hatte echt mal Zeit, mich mit einigen Leuten zu unterhalten, die ich nicht so oft sehe. Sonntag dagegen war der reinste Stress, da ich den ganzen Tag als Helfer und halt auch noch als Pressefrau für die DCM gearbeitet habe. Dazu hatte ich mich morgens noch in Düsseldorf verfranst, weil mein Navi mich sonstwohin gejagt hat. Das gab erstmal Heul- und Wutanfälle im Auto. Gut, dass ich allein unterwegs war. Mein Nervenkostüm war daher halt nicht so stabil, aber hat noch alles geklappt und obwohl ich mir totale Sorgen im Vorfeld gemacht hatte, weil ich die Leute im Team größtenteils nicht persönlich kannte, lief es doch wirklich ganz gut. Den Rückweg von Düsseldorf nach Solingen habe ich abends heldenhaft ohne Navi angetreten und es hat funktioniert! Ich war stolz wie Bolle! Vielleicht finde ich mich da irgendwann doch mal zurecht.

In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich aufgewacht, weil ich keine Luft mehr bekommen habe. Nase war komplett dicht. Ich dachte sofort an Heuschnupfen, hab eine Allergietablette genommen und mich wieder hingelegt. Morgens dann furchtbare Schmerzen im Hals, das Zäpfchen so extrem angeschwollen, dass ich beim Sprechen sofort Würgereiz bekommen habe. Da ich eh total unruhig geschlafen hatte und wegen der verstopften Nase auch extrem viel geschnarcht habe, dachte ich, das käme daher. Also aufgestanden, gefrühstückt udn dann rüber in die Wohnung. Denis, sein Vater und der Freund seiner Schwester waren übers Wochenende wirklich fleißig und hatten schon einiges geschafft.

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Ja, ich stehe auf meine rosa Wand! Wehe, jemand macht Witze!

Wir haben dann noch ein paar Kleinigkeiten besorgt und ich konnte mich noch für eine Stunde hinlegen, ehe wir noch mal rüber gefahren sind. Sonst hätte ich die Autofahrt am Abend nicht mehr geschafft. Denn nach einem Stück Kuchen von der Schwiegermama und einem Cappuccino musste ich auch gen Hamburg abdüsen. Ganz allein. Im Auto. Man, was war ich nervös. So lange Strecken fahre ich sonst nicht allein. Ich hatte Bedenken, dass die Agoraphobie wieder zuschlägt und ich mit ner fetten Panikattacke irgendwo auf einem Rastplatz im Niemandsland ende. Aber es ging richtig gut! Von Solingen aus bin ich bis zum Rastplatz „Dammer Berge“ bei Osnabrück durch gefahren, habe mir dort einen Kaffee genehmigt und bin dann weiter bis Hamburg. Und ich habe festgestellt: Wenn ich wieder ans Auto fahren gewöhnt bin, düse ich doch auch gern schnell über die Straßen. Trotz einer Kaffee- und einer Tankpause kurz vor Hamburg habe ich insgesamt nur vier Stunden gebraucht. Also reine Fahrtzeit etwa 3 Stunden und 15 Minuten. Zuhause angekommen merkte ich dann aber auch, dass es mir gesundheitlich schlechter ging. Die Halsschmerzen wurden noch schlimmer, die Nase war komplett dicht. Also habe ich mich direkt aufs Ohr gehauen.

Dienstag Morgen: Krank. So richtig. Hab mich irgendwie aufgerafft, den Leihwagen wegzubringen, aber danach dann mit Fieber, Halsentzündung und Sinusitis flach gelegen. Alles tat weh, mir ging es richtig schlecht. Zum Glück ist es heute schon etwas besser, aber optimal ist anders. Ich konnte also noch nicht richtig anfangen, hier in Hamburg alles leer zu räumen. Aber dafür werde ich aus Solingen auf dem Laufenden gehalten. Derzeit sieht es ungefähr so aus.

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Es haben sich inzwischen leider einige Schwierigkeiten aufgetan, was die Anordnung der Küche angeht und deren Ausstattung. Ich bin nicht so glücklich darüber, aber naja. Es lässt sich nicht ändern, dass die Anschlüsse einfach blöd gesetzt sind. Man kann nicht immer genau das haben, was man will. Und Denis wird bestimmt gute Alternativen finden. Ich vertraue ihm da.

Grün, grün, grün… wird unsere Küche.

Heute war es so weit: Letzter Arbeitstag in meiner Firma. Bis Ende Mai habe ich nun Urlaub und feiere Überstunden ab. So richtig habe ich noch nicht realisiert, dass das alles dort nun ein Ende für mich hat. Der Abschied fiel mir nur äußerlich leicht. Ich war extrem gut gelaunt und ja, es ging mir auch nicht schlecht. Aber als ich Svenja und Barbara verabschiedet habe, war ich dann doch kurz vorm Weinen. Ich habe unheimlich gern dort gearbeitet, auch wenn ich mich oft geärgert habe. Aber die Arbeit hat mir Spaß gemacht und das Team an sich war immer toll. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals mit Bauchschmerzen ins Büro gegangen wäre oder dass es mir wegen den Umständen dort so schlecht ging, dass ich krank wurde. Das ist so unheimlich viel wert und ich weiß das absolut zu schätzen. Natürlich wäre es toll gewesen, wenn ich meinen Bereich einfach mit ins Bergische Land hätte mitnehmen können. Von der Aufgabenstellung und von der Technik her wäre es möglich gewesen. Dass mir gegenüber niemand jemals klare Worte hierzu gefunden hat, enttäuscht mich schon. Und das ist ein wenig Bitterkeit, die ich mitnehme. Aber im Großen und Ganzen wird es für neue Kollegen nicht so leicht sein, gegen die alten zu bestehen.

Doch nun habe ich den Kopf etwas freier für alles, was den Umzug angeht. (Okay, ich nähe fürs Wochenende noch an einem Kostüm, aber ich hoffe, dass ich es morgen fertigstellen kann.) Wir waren am letzten Wochenende bei meiner Mutter, die vor drei Wochen aus der Eifel an die dänische Grenze gezogen ist. Da sie also selber noch einiges braucht, sind wir im Baumarkt gewesen. Oh mein Gott! Das Paradies! Farben und Tapeten und Balkonmöbel und Pflanzen und Dekokram! Ich hätte den halben Laden leer kaufen können, wenn es nicht so überflüssig gewesen wäre. Denis war ja gleich wieder begeistert von allem, was mit Grillen zu tun hat. War klar. Ich habe ihm aber gleich den passenden Grill raus gesucht. Ich denke, er hat sich sicherlich gefreut! 😀

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Ich habe mir auch ein paar Farbvorlagen gekrallt, da wir in unserer Wohnung die Zimmer unterschiedlich mit Akzenten versehen wollen. Tapeziert wird mit weißer Rauhfaser, aber ein wenig Farbe braucht der Mensch. Die Küche bekommt einen grünen Farbklecks, das Wohnzimmer einen grauen, das Schlafzimmer wird mit einer braunen Wand versehen und in meinem Zimmer bekomme ich meine seit langem heiss ersehnte rosa Wand. Bei dem Braun sind wir uns noch unsicher, welcher Ton es genau wird, aber die anderen Farben stehen schon relativ fest. Wer kann erraten, welche es jeweils wird?

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Nehmt es mir nicht übel, ich kann nicht darüber reden.

Heute ist so einer dieser Tage, an denen ich am liebsten alles hinwerfen würde. Einfach unter die Decke kriechen und nichts mehr sehen und hören. Ich schlafe sehr schlecht, habe nur noch Albträume und komme nicht mehr zur Ruhe. Teils liegt das sicher am Kortison, das ich wegen meines Bandscheibenvorfalls im Moment nehmen muss. Teils aber sicher auch am Stress, den ich im Moment habe, weil sich ja alles in meinem Leben ändern wird. Wenn ich keine Ruhe finde, werde ich einfach unleidlich. Und schwierig. Und ich ziehe mich zurück. Das tut mir leid und es wirkt sicher oft so, als würde ich andere nicht mehr an meinem Leben teilhaben lassen wollen, aber es ist eine ganz unbewusste Reaktion, die auch nicht böse gemeint ist.

Wieso ich jetzt darauf komme, darüber zu schreiben? Weil ich heute mit Andrea spazieren gegangen bin und sie mich darauf angesprochen hat, dass ich seit der Entscheidung, nach Solingen zu ziehen, anscheinend dicht gemacht habe und auf Distanz gegangen bin. Es ist fast lustig, denn genau das Gefühl hatte ich anders herum. Aber natürlich kann es sein, dass ich wieder mal seltsame Anwandlungen habe, die ich selbst nicht bemerke. Und vor allem, was meinen Umzug angeht. Ich würde gern allen sagen, was diesbezüglich in mir vorgeht, aber damit würden wieder nur Gespräche heraufbeschworen werden, die mir zu viel sind oder in Missverständnissen enden. Und das möchte ich nicht. Und was ich heute gemerkt habe, als ich neben Andrea saß und mein Eis löffelte: Ich kann auch nicht darüber reden. Sobald ich versuche, mit meinen Freunden über den Umzug zu sprechen, wehre ich mich innerlich dagegen. Weil mir sofort die Tränen kommen. Weil ich Angst kriege. Weil mein Herz stolpert. Also sage ich nichts und mache die Sache mit mir selbst aus. Ich fühle mich schuldig denjenigen gegenüber, die ich verlasse. Und ich fürchte mich vor dem, was auf mich zukommt. Keine Ahnung, ob ich das packe. Keine Ahnung, ob sich mein Gemütszustand stabil halten wird. Ich will nicht darüber nachdenken, wie ich mich in vier Wochen fühlen werde. Oder in acht. Oder zwölf. Ich muss das alles auf mich zukommen lassen, weil ich sonst nicht weiss, wie ich damit umgehen soll. Und darum spreche ich nicht darüber. Also bitte, bitte glaubt nicht, ich möchte euch auf Distanz halten. Das möchte ich wirklich nicht. Aber mir ist das alles zu viel und ich kann damit nicht umgehen und darum kriege ich den Mund nicht auf. Ob sich das wieder ändern wird? Ich denke schon. Allerdings vielleicht nicht, was dieses Thema angeht. Ich will nichts versprechen. Ich möchte nur, dass ihr keinen falschen Eindruck bekommt und mich ein wenig versteht.