Ho Ho Ho! Besinnliche Weihnachtszeit! (Oder auch nicht.)

Ist es nicht wundervoll, wenn kurz vor Weihnachten alle Welt in einen Zustand von „Das kotzt mich alles nur noch an!“ verfällt? Auf den Straßen herrscht Chaos, weil jeder zweite „mal eben“ mit dem Auto in die Stadt düst, um noch was zu besorgen. In den Supermärkten verprügeln sich die Kunden beinahe gegenseitig, weil man seine Weihnachtseinkäufe in Gefahr sieht. Oma braucht ihren Rotkohl, verdammt!! Und an jeder Ecke stehen mindestens zwei Buden, an denen Glühwein verkauft wird. Was sich dann Weihnachtsmarkt schimpft. Und all diejenigen anzieht, die sich ihren Frust wegsaufen wollen. Normalerweise reihe ich mich in den Stress-Reigen irgendwie ein. Dieses Jahr bin ich allerdings ganz entspannt und lasse mich nicht verrückt machen.

Leider Gottes bin ich auf eine andere Art genervt und gestresst. Und zwar von der Stimmung im Büro. Meine Güte… So viel Gemotze und Gemecker hält ja kaum einer aus! Ich komme morgens zur Arbeit: Keine Begrüßung, höchstens ein leises Brummen aus einer Ecke ganz hinten. Zehn Minuten später ein Gekeife und Geschimpfe vom Schreibtisch gegenüber, dass mir die Ohren klingeln. Gegen 11 Uhr ein irres Lachen hinter mir, gefolgt von derben Schimpfwörtern und Morddrohungen. In der Mittagspause herrscht eisiges Schweigen. Am Nachmittag rastet eine Kollegin aus, weil der Geschäftsführung auf den letzten Drücker noch ein Knaller einfällt, der irgendwie umgesetzt werden muss. Aber selbst bei normalen Gesprächen ist der Ton eher eisig. Das macht natürlich Laune. Ich fühle mich wie im Vorweihnachtsland! Ho ho ho!

Aber noch 2 Tage arbeiten, dann macht die Firma dicht und ich habe zwei Wochen Urlaub! Ich freu mich drauf. Vor allem, weil ich zumindest für ein paar Tage nach Ottersberg und Hamburg fahren kann. Ich bin ziemlich nervös wegen den langen Fahrten, vor allem auf dem Rückweg, weil ich da ja wieder stundenlang allein rumgurken werde. Aber es hilft nichts. Es muss sein. Das eine kann ich ohne das andere nicht haben.

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