Das moderne Tschernobyl

Vor einigen Tagen veröffentlichte einer der bekanntesten deutschen Cosplayer, Maul Cosplay, eine Galerie mit Fotos, die zu den verschiedensten Reaktionen geführt hat. Von Begeisterung und Erstaunen bis zu Empörung und wütendem Unverständnis war so ziemlich alles dabei, was man sich vorstellen kann. Vermutlich haben er und sein Fotograf (eosAndy, den ich im übrigen sehr bewundere) nicht nur öffentlich, sondern auch privat im Kreuzfeuer gestanden. Diejenigen, die nichts mit Cosplay zu tun haben oder an denen die Begebenheit komplett vorbei gegangen ist, fragen sich nun sicherlich: Hä? Wieso denn so ein Aufriss? Es geht doch nur um Fotos, also was soll daran bitte schlimm sein? Nun, es geht nicht um die Fotos an sich, denn die sind wirklich grandios und sehr stimmungsvoll. Es geht um den Ort, an dem die Bilder geschossen wurden: In der Sperrzone von Tschernobyl.

Damit ihr euch selber einen Eindruck machen könnt, verlinke ich hier zur entsprechenden Galerie, die auf Facebook erstellt wurde.

Cosplayer: Maul CosplayPhotographer: eosAndyDescriptions: Maja FelicitasNever forget and always dare to speak…

Posted by Maul Cosplay on Friday, June 9, 2017

 

Wer das Spiel „The Last of Us“ gespielt hat, der entdeckt hier zunächst einmal einen erstaunlich perfekt umgesetzten Spielecharakter, der sich in einer dystopisch anmutenden Umgebung bewegt. Alles äußerst passend und szenisch gut umgesetzt. Dass es sich bei der ganzen Sache zwar um die passende Location für dieses Shooting handelt, allerdings eben nichts davon inszeniert wurde, sondern durch die dort vor gut 30 Jahren stattgefundene Atomkatastrophe vollkommen real ist, sorgt beim Betrachten der Bilder zusätzlich für eine äußerst beklemmende Stimmung. Sicherlich auch gewollt, denn im Spiel befindet man sich immerhin ebenfalls in einem Endzeitszenario.

Es hat etwas von morbider Faszination, mit der ich die entstandenen Bilder betrachte. Ich erinnere mich daran, dass meine Eltern mir erklärt haben, warum ich nicht draußen spielen durfte. Den genauen Wortlaut bekomme ich natürlich nicht mehr zusammen, aber ich habe verstanden, dass irgendwo etwas Schreckliches geschehen war, das für uns gefährlich werden könnte. Die Angst, die ich damals empfungen habe, hat sich tief in mein Herz gegraben. Seit diesem Moment hatte ich Angst vor Sirenen, vor Hubschraubern, vor Atomkraftwerken und Verseuchung. Ich habe als Teenager recherchiert, wo die Atommeiler in Deutschland stehen und wo man bei einem Unfall relativ sicher wäre. So viel sei gesagt: Das Ergebnis hat mir nicht gefallen.

Ich habe Tschernobyl also nie vergessen. Es war einfach ein zu großer Einfluss in meiner Kindheit. Es hat mich daher ziemlich erschreckt, bei den Kommentaren und Fragen zu Mauls Fotos zu lesen, dass viele nicht einmal wussten, was Tschernobyl ist und was es bedeutet. Da frage ich mich wieder einmal, wie es um die Bildung in der Welt bestellt ist.

Was mir allerdings etwas sauer aufgestoßen ist, waren die Aussagen vieler Leute, das Shooting wäre respektlos und man wäre nur geil auf Aufmerksamkeit und überhaupt könne man an jeden Ort der Welt fahren, um gute Fotos zu machen, aber extra nach Tschernobyl, wo es doch so gefährlich ist und wo man einfach nicht hin fährt…? Ich musste ein bißchen schmunzeln beim Lesen. Natürlich respektiere ich die Meinung anderer Menschen und wenn man es nicht in Ordnung findet, an so einem geschichtsträchtigen Ort Bilder zu machen, dann ist das ganz klar eine Position zu diesem Thema. Aber zu sagen, dass es respektlos wäre, obwohl ganz klar mit dem Konzept heran gegangen wurde, den ernsten Hintergrund zu nutzen und Spiel mit Realität zu vermischen, um eine Botschaft zu senden, finde ich übertrieben. Warum?

Es findet Katastrophentourismus in Tschernobyl statt. Das war nun bei weitem nicht die erste Reise, die Leute dorthin unternommen haben. Ganze Busladungen mit Menschen werden täglich in die Sperrzone gekarrt. Die Leute feiern dort Partys, sie hinterlassen ihren Müll, machen Selfies mit dem zerstörten Atommeiler im Hintergrund und schauen sich gut gelaunt und staunend die verlassenen Orte in der Umgebung an. Es werden Videos in den Ruinen inszeniert, die am Ende des Tages stolz nach Hause gemailt werden. „Guck mal, ich war in Tschernobyl!“ Reiseveranstalter verdienen ziemlich gut an den Touristen – allein im Jahr 2015 waren es um die 16.000. Und es ist ja auch nicht so, als wäre das ganze Gebiet vollkommen menschenleer und verlassen. In Tschernobyl selbst leben über Tausend Menschen. Für die geht das Leben ganz normal weiter. Sie arbeiten im und am Reaktor, bauen die neue Schutzhülle, kümmern sich um die Lebensmittelversorgung, um das Kulturangebot – wie in einer normalen Stadt. Einige Rentner sind zurückgekehrt und leben als Selbstversorger in den Häusern, aus denen sie einst geflohen sind. Wo sollten sie auch sonst hin? Die Rente ist zu gering, um irgendwo anders zu leben.

Bei all dem soll es respektlos sein, anspruchsvolle Fotos vor einem ernsten Hintergrund zu schießen und zu veröffentlichen? Auch wenn es Cosplay ist: Hierbei ging es nicht um niedliche Magical Girls, die mit Zuckerwatte werfen und Herzchen pupsen. Es sollte keine heile Welt dargestellt werden, es gab kein Lustigmachen über das, was hier einmal geschehen ist. Für mich also ganz klar kein Grund, sich auf Respektlosigkeit zu berufen.

Das ist aber natürlich meine persönliche Meinung. Wie bereits zuvor erwähnt, respektiere ich auch andere Ansichten und es ist mir vollkommen klar, dass es besonders vor dem Hintergrund von Katastrophen und Tragödien immer besonders emotional zugeht in Diskussionen. Dennoch würde ich mich freuen, ein paar Meinungen zu diesem Thema von euch zu erhalten. Stehe ich auf verlorenem Posten mit meiner Argumentation? Ist es durchaus vertretbar, sich die Speerzone als Fotolocation auszusuchen? Oder ist es für euch ein No-Go?

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Das Ende einer Ära.

Nun ist es also soweit. Das, worauf ich das ganze Jahr hingearbeitet habe, worauf ich mich gefreut und wovor ich mich gleichzeitig gefürchtet habe, ist nun gekommen: Mein Ausstieg bei der Deutschen Cosplaymeisterschaft. Fünf Jahre lang habe ich für den Wettbewerb gearbeitet, habe mich vom Jurymitglied bis in die Hauptorga gearbeitet, die Presse und die sozialen Netzwerke betreut, war zuständig für die Homepage, für Interviews, Ehrengäste, Archiv, Inhalte von Flyern, Urkunden etc. und habe „nebenbei“ noch einige andere Dinge erledigt, außerdem natürlich die Verantwortlichkeiten als Organisatorin. Ich bin quer durch Deutschland zu den Vorentscheiden gefahren, habe gefilmt, ausgeholfen, beruhigt, aufgemuntert, gelacht und vor allem gearbeitet. Sehr viel und sehr hart.

Bereits im letzten Jahr habe ich gemerkt, dass mir dieser Einsatz auf Dauer unheimlich viel Energie abverlangt und einen immensen Zeitaufwand bedeutet, den ich nicht mehr verantworten kann, ohne mich damit über meine Grenzen zu treiben. Meine Hobbys konnte ich so gut wie gar nicht ausüben, weil ich einfach keine Zeit mehr hatte. Ich war oft müde, gereizt und vor allem überlastet. Meine Versuche, die Belastung zu verringern und Verantwortung abzugeben scheiterten zum einen an mangelnden Möglichkeiten, zum anderen – und das war das weitaus größere Problem – an meinem Kontrollzwang. Ich kann nichts, was ich einmal unter meinen Fittichen hatte, einfach so wieder abgeben. Ich muss wissen, was da läuft und dass es läuft. Arbeit zu delegieren ist für mich gleichbedeutend damit, eine Versagerin zu sein. Genau dieses Verhalten hat dazu geführt, dass ich immer gelähmter wurde und keinen Spaß mehr an meiner Position empfand.

Anfang des Jahres habe ich für mich dann die Entscheidung gefällt, all meine Aufgaben abzugeben und bei der DCM auszusteigen. Das ist mir nicht leicht gefallen, denn irgendwie sind all die Bereiche, die ich betreut habe, auch so was wie meine Babys. Doch ich wusste, dass ich es mir selbst schuldig bin, für mich zu sorgen. Das Jahr über wollte ich noch normal arbeiten, da wir unser 10jähriges Jubiläum feierten, danach aber dann komplett aussteigen. Ich wurde gefragt, ob ich nicht einige Aufgaben weiterhin übernehmen könne. Wie etwa Artikel für den Blog schreiben. So gern ich zugesagt hätte: Ich kenne mich. Und hätte ich auch nur eine Winzigkeit an Arbeit weitergeführt, wäre ich bald wieder mit einem Haufen Aufgaben auf dem Rücken herumgerannt. Also blieb ich standhaft und bin auch ein wenig stolz darauf.

Die letzte Saison war wahnsinnig schön, aber auch wahnsinnig anstrengend. Ich bin quer durch Deutschland zu jedem der sechs Vorentscheide gefahren, habe dafür Busse, Züge und Autos benutzt, bin nachts um 3 Uhr aus München nach Hause gekommen und am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder zur Arbeit gefahren, habe für die Rückfahrt von Berlin neun Stunden gebraucht, habe Geld für Sitzplatzreservierungen ausgegeben, das total verschwendet war, weil man den Sitz entfernt hatte und habe in der Hitze von Ludwigshafen einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Natürlich habe ich aber auch jede Menge netter Menschen getroffen, einige neue Orte besucht, viele Erfahrungen gesammelt und mit einem großartigen Team zusammengearbeitet. Ich habe eine Finalshow planen dürfen, die von vorne bis hinten einfach gut funktioniert hat. Und ich bin so lieb verabschiedet worden, dass ich allein beim Gedanken daran wieder heulen könnte.

Und jetzt? Jetzt übergebe ich nach und nach meine Posten, habe immer weniger zu tun und zu sagen und betrachte das einerseits mit Wehmut, andererseits aber auch mit Freude. Es bleibt wieder Zeit für andere Dinge. Für Cosplay, worauf ich nach zwei Jahren Pause auch wieder richtig Lust habe. Fürs Fotografieren, dem ich wieder mehr Zeit widmen möchte. Und generell für alles, was ich als Zeit für mich verbuchen kann.

Danke an die Deutsche Cosplaymeisterschaft und das beste Team, das ich mir hätte wünschen können. Ich werde euch sehr vermissen, auch wenn ich mich gleichzeitig auf die Zeit ohne euch freue.

Helau und Alaaf – bitte nicht für mich.

Es ist wieder so weit: Die Narren ziehen durch die Lande und lassen keinen Stein auf dem anderen. Für viele der Anlass zu wildesten Parties, für mich eher ein Grund, die Tür besonders gründlich zu schließen und erst nach Arsch-am-Mittwoch Aschermittwoch wieder auf die Straße zu gehen. Ja, ich gestehe: Karneval ist für mich ein Graus. Das war schon immer so und das wird vermutlich auch so bleiben.

„Aber du bist doch Cosplayer, du verkleidest dich ständig! Wieso findest du so was denn plötzlich doof, wenn es nichts mit deinem Fandom zu tun hat?“

Das muss ich mir tatsächlich sehr oft anhören. Die meisten Menschen in meinem Umfeld, die mit meinem Hobby nichts anfangen können, sehen überhaupt keinen Unterschied zwischen Cosplay und Karneval. Immerhin laufen verkleidete Menschen auf der Straße herum, also können die beiden Sachen so grundverschieden nicht sein. Doch, das sind sie. Kaum ein Cosplayer findet es toll, wenn man ihn in einen Topf mit den Karnevalisten wirft, und anders herum ist es genau so. Wieso? Nun ja, während die Jecken sich ihre Kostüme meist aus einem breiten Angebot an Massenware kaufen, stellt der Großteil der Cosplayer seine Sachen selber her. Gehen die Narren zum Feiern beinahe überall auf die Straße und lassen die Sau raus, sind Cosplayer eher unter sich und auf Conventions unterwegs, nehmen an Wettbewerben teil oder veranstalten Fotoshootings. Hat sich die gesamte Kölnarena bereits unter die Tische gesoffen, ist der Cosplayer in der Regel komplett nüchtern und hat auch kein gesteigertes Bedürfnis nach Alkohol auf seinen Veranstaltungen. Ist Karneval, Fasching oder Fastnacht allgemein (und sogar kulturell) anerkannt, so werden Cosplayer immer als Freaks, Perverse oder Infantile angesehen. Wenn das nicht schon gravierende Unterschiede sind, dann weiß ich auch nicht.

Generell habe ich nichts gegen Karneval. Als gebürtige Bremerin habe ich damit halt einfach nie was am Hut gehabt. Bei uns gibt es das nicht – oder kaum. (In den letzten Jahren hat sich im Norden wohl Ganderkesee als geheime Hochburg der Narren etabliert, so weit ich weiß.) Ich habe den Geist des Karneval also nicht als Baby mit der Muttermilch aufgesogen, habe als Kind keine großartigen Faschingsparties gefeiert (Auch wenn die immer mal wieder im Kindergarten oder in der Grundschule aufkamen. Es gibt Beweisbilder!) und als Jugendliche nach meinem Umzug in die Eifel konnte ich mich auch dort nicht mit den Kappensitzungen und Umzügen anfreunden. Letzteres sicher auch, weil es in der Schule eine Pflichtveranstaltung war und ich es einfach nur grauenvoll fand, zu etwas gezwungen zu werden, mit dem ich nichts anfangen konnte. Die Erinnerungen daran sind nicht gerade schön, weil ich mich total unwohl und fehl am Platz fühlte. Bis heute hält sich diese Einstellung und wenn mich Freunde fragen, ob ich nicht mit ihnen feiern möchte – eventuell sogar in Köln -, lehne ich das ab.

Nein, ich bin kein „Hater“ und kein „Troll“ und ich verurteile niemanden, der die fünfte Jahreszeit begeistert feiert. Manche Kostüme finde ich sogar wirklich hübsch und kreativ und ich mag die Funkenmariechen in ihren Uniformen. Was ich nur eben nicht mag, ist die dunkle Seite des Karnevals. Ich muss mich nicht in der Menge begrapschen oder von Besoffkis küssen lassen. Überhaupt widert mich der übertriebene Genuss von Alkohol ziemlich an. Karneval ist anscheinend nur noch ein reines Besäufnis, ein Vorwand zum Totalabschuss. Da ich selbst so gut wie keinen Alkohol trinke und schon nach zwei Ouzo angetüddelt bin, ekelt und verängstigt mich jedes Massenbesäufnis. Ich kann die Menschen nicht mehr einschätzen und das ist mir unheimlich. Abgesehen davon ist alles um einen herum irgendwann nur noch purer Gestank. Und dann fallen mir die Männer auf, die beim Gardetanz in der ersten Reihe sitzen, den Blick starr auf die Höschen der Mädels gerichtet. So was löst bei mir Abscheu aus. Nein. Nein, das ist wirklich nichts für mich.

Also, Verkleiden wird sicher immer etwas für mich sein. Daran habe ich Spaß. In Kombination mit Hemmungslosigkeit, Lärm, Geilheit und jeder Menge Alkohol wird das aber nie mein Ding sein. Daher verbringe ich die tollen Tage ganz in Ruhe zuhause und vielleicht nähe ich sogar an dem einen oder anderen Kostüm weiter.

 

Der größte Feind des Cosplayers

Ich schaue wirklich nicht viel fern. Und wenn, dann meist Reportagen oder Dokumentationen auf Sendern, bei denen sich die meisten Leute fragen, ob sie die eigentlich empfangen können. Das heisst, ich bekomme vieles von dem, was im deutschen TV so über die Bildschirme flimmert, gar nicht mit. Und erst recht nicht, wenn es sich um Beiträge über Cosplayer handelt. Wobei… Das ist auch nicht ganz richtig. Seit ich für die Deutsche Cosplaymeisterschaft im Bereich Presse arbeite, muss ich mich allein wegen der Anfragen, die mich dort von vielen Journalisten erreichen, mit dem Thema auseinander setzen.

Wegen meiner Beteiligung an der DCM habe ich auch lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll. Immerhin wirft meine Meinung ja auch ein Licht auf den Wettbewerb. Ich war nicht sicher, ob ich meine persönlichen Ansichten nicht lieber für mich behalten sollte, um nicht zu implizieren, die DCM-Leitung würde gesammelt so denken wie ich. Doch letztendlich möchte ich mir wegen nichts und niemandem einen Kopf darum machen müssen, was ich äußern kann und was nicht.

Wer sich jetzt fragt, worauf meine Überschrift zu diesem Eintrag eigentlich abzielt: Dazu komme ich nun. Es geht – wie bereits eingangs angedeutet – um die Medien. Und um Cosplayer. Und um Cosplayer in den Medien. Ich habe hier einige Beobachtungen machen können, die ich gerne mit euch teilen würde. Ich bin gespannt, wie andere darüber denken. Vor allem die Jüngeren unter uns. Ich gehöre einer Altersgruppe an, die in unserer Szene schon fast belächelt werden könnte, wenn es nicht doch so viele von uns gäbe. Oder vielleicht gelten wir auch als diejenigen, die genug Lebenserfahrung haben und dennoch verrückt genug sind, Szene-Events zu organisieren. Wer weiß das schon?

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Mit meinen mehr als drei Jahrzehnten an Leben betrachte ich die Reaktionen der Cosplayer auf ihre eigene Medienpräsenz und staune. Ich staune über eine (Jugend-)Kultur, die es anscheinend als normal betrachtet, fremde Menschen im Internet anonym zu beschimpfen, zu beleidigen und anzuprangern. Ich staune über eine Szene, die von sich selbst behauptet, tolerant und aufgeschlossen zu sein und die im Grunde doch lieber allein für sich sein will, um den Status des „Besonderen“ nicht zu verlieren. Ich staune über Leute, die ein Hobby betreiben, das auf Visualität ausgelegt ist und sich gleichzeitig beschweren, dass die Medien auf sie aufmerksam werden. Ich staune über Vorurteile in den eigenen Reihen, über Hass und die Fähigkeit, Dinge für sich einzufordern, von denen man nicht bereit ist, sie anderen ebenfalls zuzugestehen. Und vor allem staune ich über den Mangel an Objektivität, was das eigene Verhalten angeht.

An dieser Stelle meiner Wall of Text werden sicherlich die ersten Hutschnuren hoch gehen. Aber ich bitte darum, einen Moment ruhig zu bleiben. Es ist nicht meine Absicht, einfach mit Anschuldigungen um mich zu werfen. Und ich möchte sicherlich auch niemandem im Besonderen auf den Schlips treten. Ich rede hier von denen, die auffallen. Zumindest mir. Ich weiß, dass nicht jeder so ist. Viele bemühen sich, freundlich und umgänglich zu bleiben und sich nicht von der negativen Welle mitziehen zu lassen, die immer mal wieder durch die Massen geht. Das finde ich wundervoll. Doch leider neigt der Mensch dazu, die schlechten Dinge im Gedächtnis zu behalten. Was der Grund dafür ist, dass von Szene-fernen Leuten immer wieder betont wird, wie kindisch, schlecht erzogen, laut, unfreundlich und egoistisch wir Cosplayer wären. Es ist nicht das Gros, das sich so verhält, doch diejenigen, die es tun, bleiben im Gedächtnis haften. Dagegen können selbst wir, die wir in der Szene aktiv sind, uns nicht wehren. Immerhin verhält es sich – um den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen – mit den Medien nicht anders. Würde man 100 Cosplayer zu Berichten über das geliebte Hobby fragen, so würden die meisten sicherlich mit Geschichten von RTL und Pro7 antworten. Geschichten über TV-Beiträge, in denen Cosplayern übel mitgespielt wurde, indem man sie vorgeführt hat. Es gab unterschwellige bis offene Unterstellungen Richtung Realitätsverlust, Perversion und Dummheit. Alles schon gehabt. Also gerade in Bezug auf Privatsender ist mit der Szene nicht gerade gut Kirschen essen. Und wie viele der 100 Cosplayer würden wohl sofort mit einem positiven Bericht auftrumpfen? Ich wette, es wäre die überwältigende Minderheit. Ob es daran liegt, dass es in ihren Augen keine guten Berichte gibt oder ob sie sich wirklich nicht erinnern… Ich möchte darüber an dieser Stelle nicht urteilen, da ich keine wissenschaftliche Erhebung geführt habe. Ich arbeite hier mit Mutmaßungen.

Ich möchte gern zwei Aspekte hervorheben, die mir sehr wichtig sind. Und übrigens auch der Grund für diesen Eintrag.

1. Recherchieren die Produktionsfirmen nicht gut genug oder ist ihnen eine korrekte Darstellung der Szene egal?
2.Wieso werden Cosplayer vorgeführt und was tun die Cosplayer selbst dafür oder dagegen?

Die Beantwortung der ersten Frage basiert auf der Annahme, dass ein „08/15-Bericht“ über Cosplay erstellt werden soll. Kein reisserischer Kracher über „Manga-Morde“ oder ähnliches.

Nehmen wir mal den fiktiven Journalisten Jochen Sauerbier. Herr Sauerbier möchte einen Bericht über Cosplay für eine überregionale Zeitung schreiben. Er denkt sich also: „Cosplay, das ist nicht jedem bekannt und ich kann bestimmt was aus dem Thema raus holen!“ Also sucht er sich Interviewpartner und stellt schnell fest, dass das Thema ziemlich komplex ist. Außerdem gibt es da Namen aus Japan, die so kompliziert sind, dass er sich die unmöglich alle richtig merken kann! Und wieso gibt es in diesen Animes so furchtbar viele Charaktere? Einige davon sind auch noch unter Pseudonymen unterwegs oder verwandeln sich und heissen dann ganz anders und sehen mehr oder weniger anders aus. Und was ist überhaupt der Unterschied zwischen Anime und Manga? Warum haben die Cosplayer unter sich so eine andere Sprache? All das verwirrt Herrn Sauerbier und so fügt er einfach nach bestem Wissen und Gewissen alles zusammen, was er erfahren hat. Von seiner Redaktion hat er eine halbe Seite Platz zur Verfügung gestellt bekommen. Seine Geschichte bräuchte aber eher eine Seite und so muss er alles, was zu viel Platz frisst, streichen. Dem Rotstift fallen auch einige Erklärungen zum Opfer, was natürlich für das Verständnis nicht so toll ist, aber die Grundgeschichte bleibt erhalten. Für Herrn Sauerbier ist der Artikel zufrieden stellend. Für die durchschnittlichen Leser der Zeitung ebenfalls, denn die denken gar nicht großartig darüber nach, ob da vielleicht noch mehr hinter steckt, sondern nehmen die Informationen eben einfach auf. Nur die, die sich mit Cosplay auskennen, schütteln den Kopf, denn wie kann man bloß nicht erklären, dass man die Kostüme nicht für den Alltagsgebrauch anfertigt, sondern beinahe ausschließlich für Treffen!? Das denken doch jetzt bestimmt alle! Und warum schreibt man nicht dazu, dass die Sachen alle in 500 Stunden liebevoller Klöppelarbeit selbst hergestellt wurden? Da hat man doch extra drauf hingewiesen! Nun heisst es bestimmt, man kauft das einfach so. Und warum wird nicht erklärt, dass der Charakter, den man darstellt, den Kampf gegen Vergewaltiger und Mörder aufgenommen hat, weil ein tragisches Schicksal und eine entscheidende Veränderung seiner Persönlichkeit dahinter stehen? Es steht nur „Der muskelbepackte Rächer XXX“ unter dem Bild!

Das sind jetzt mal ganz banale Beispiele, aber so in etwa sieht es tatsächlich aus. Was für den Journalisten die Arbeit ist, in die er sich oft nicht mehr vertiefen kann oder will als es ihm in seiner Arbeitszeit möglich ist, ist für den Leser einfach ein Bericht über eine freakige Randgruppe und für den Cosplayer ein Affrond, weil ihm wichtige Sachen zu kurz kommen oder falsch wiedergegeben wurden. Es gibt immer mehrere Blickwinkel und ich denke, in den wenigsten Fällen meint der Journalist es böse und will den Leuten, über die er berichtet, so richtig eins reinwürgen. Denn mal ehrlich: Die meisten Vertreter der Medien merken im persönlichen Gespräch mit uns, dass wir auch nur ganz normale Menschen sind, mit denen man in 95% der Fälle vernünftig reden kann. Und sind wir denn anders? Wenn wir einen Artikel lesen, in dem es um eine Szene geht, mit der wir uns nicht auskennen, forschen wir da großartig nach, ob das alles so stimmt, was dort geschrieben steht? Hinterfragen wir jeden Satz? Fordern wir die Menschen zum Gespräch auf? Oder nehmen wir einfach hin, was wir erfahren haben, und denken: „Freaks.“ Hand aufs Herz!

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Womit ich einen etwas holprigen Übergang zum zweiten – und meiner Meinung nach schwierigeren – Aspekt des Themas schaffen möchte.

Ja, Cosplayer sind Freaks. Das ist nicht negativ gemeint, ein Freak ist nach der heutigen Deutung ja eigentlich nichts anderes als ein „Verrückter“ oder „Begeisterter“, der z. B. sein Hobby liebt und darin aufgeht. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Reaktionen der Umwelt auf dieses Hobby unheimlich positiv sind, wenn man ganz normal daher kommt und zu dem steht, was man tut. Warum? Weil man Sicherheit ausstrahlt. Und wer sicher wirkt, der bietet nur wenig Angriffsfläche. Ich muss mich nicht rechtfertigen, weil ich Cosplayer bin. Ich mache das nun seit 14 Jahren und kein einziges Mal hatte ich das Gefühl, ich wäre bekloppt oder unnormal. Anders herum habe ich mich aber auch nicht so gegeben, als hätte ich ein Rad ab. Ja, ich laufe verkleidet durch die Gegend. Ich habe Spaß daran. Doch mit dem Anlegen eines Kostüms verliere ich nicht meine Manieren, meine Selbstherrschung und den Respekt vor anderen Menschen. Ich bin immer noch ich. Ich sehe nur etwas anders aus.

Und das, was ich nun anreisse, ist das wirkliche Problem unserer Szene. Die meisten von uns sind wie ich. Und ein kleiner Prozentsatz benimmt sich wie die Axt im Walde. Ich habe es weiter oben schon einmal erwähnt und ich sage es gerne noch einmal: Einige von uns benehmen sich in der Öffentlichkeit so schlecht, dass wir als Gemeinschaft bereits einen zweifelhaften Ruf genießen. Und die diesen Ruf nähren, sind wir selbst. Nämlich diejenigen, die in Parks rücksichtslos durch Beete trampeln, die Absperrungen missachten, die ihren fiktiven Charakter gegenüber Unbeteiligten ausspielen um zu provozieren, die in Hotels Ruhestörung begehen, weil sie die ganze Nacht hindurch an der Nähmaschine sitzen, die Waschräume in einem unglaublichen Chaos hinterlassen, weil sie dort Perücken schneiden oder Haare färben… Es könnte noch so vieles aufgezählt werden. All dies trägt dazu bei, das Bild einer respektlosen Szene zu formen.

Und was ist mit den Medien? Wie präsentieren wir uns dort? Bei all den verzerrten Berichten und Halbwahrheiten, die bereits durch Zeitungen und das Fernsehen gingen, wäre es eigentlich wichtig, die Szene als das zu präsentieren, was sie hauptsächlich ist: Eine Gemeinschaft von kreativen Menschen, die Spaß an Dingen hat, die das Leben bunter machen. Die meisten derjenigen, die dies könnten, weigern sich allerdings inzwischen, mit den Medien zusammen zu arbeiten. Stattdessen sind es oft Menschen mit wenig Erfahrung im Umgang mit der Presse, die sich vor die Kamera wagen. Eben jene, die auffallen wollen – was per se ja nicht schlecht ist. Allerdings wirkt es eben befremdlich, wenn man sich im Fernsehen nicht wie ein intelligenter Mensch verhält, sondern vielleicht nur fauchend in die Kamera starrt, wie ein Kätzchen nach dem Moderator pfotelt oder gar auf keine Frage reagiert, weil der Charakter, den man gerade darstellt, unter einer Kommunikationsstörung leidet. Das mag alles in dem Moment ganz witzig sein, aber es sind diese Dinge, an denen sich nachher aufgehängt wird. Und es sind diese Dinge, die vermieden werden müssten. Wenn ich so eine Außenwirkung abgebe, kann ich nicht erwarten, dass Leute, die gerade vielleicht zum ersten Mal von Cosplay hören, ehrliches Interesse und Anerkennung für mich entwickeln. Ich kann nicht erwarten, dass ich mich wie der letzte Vollhorst benehme und dafür noch Applaus ernte.

Man muss sich bewusst darüber sein, was man in Gegenwart der Medien tut und man muss vor allem auch darüber nachdenken, wie es aufgenommen werden kann. Unser Hobby wirkt auf den ersten Blick nun einmal seltsam und die Faszination und die Leidenschaft, mit der wir es betreiben, wird eben nicht durch Grimassen und Verrenkungen vor einer Kamera dargestellt werden. Gibt es irgendjemanden, der die Betrunkenen an Karneval oder bei einem Fußballspiel besonders interessant und normal im Kopf findet, wenn er selbst nüchtern und unbeteiligt ist? Ich kenne niemanden.

Spielt euren Charakter, lebt ihn aus, habt Spaß! Aber achtet darauf, dass ihr eure Umwelt nicht respektlos behandelt und seid euch immer bewusst, dass es Grenzen gibt.

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Wir können die Schuld für Berichte, die uns in ein schlechtes Licht rücken, also weiter auf die Medien schieben oder wir können anfangen, unser Handeln zu überdenken. Denn wenn wir uns nicht benehmen als wären wir nicht ganz von dieser Welt, dann wird es den Medien auch schwerer fallen, uns entsprechend darzustellen. Ganz verhindern wird man das niemals können. Aber über das, was in die Hose geht, kann man auch einfach mal lachen. Ich habe das Gefühl, unsere Szene kann keinen Fehler verzeihen und besitzt nur wenig Selbstironie. Es wäre schön, wenn ich mich da irren würde.

Wer also ist der größere Feind des Cosplayers? Die Medien, die aufgreifen, was man ihnen hin wirft, oder der Cosplayer selbst, der die Außenwirkung nicht genügend überdenkt? Ich habe meine Meinung dazu und es würde mich interessieren, wie andere darüber denken.

Die Deutsche Cosplaymeisterschaft und ich

Seit wann arbeite ich für die deutsche Cosplaymeisterschaft? Ich vergesse es immer wieder. 2010? 2009? Ich müsste nachschauen. Angefangen habe ich als Jury, mich dabei aber immer etwas unwohl gefühlt, weil ich einfach nicht das Können derer besitze, die ich bewerten sollte. Ein Auge dafür habe ich, ja, aber meine Hände machen nicht mit. Ich wechselte in die Juryleitung. Achtete darauf, dass die Regeln eingehalten wurden. Brachte mich ein, übte Kritik. Plötzlich war ich zuständig für neue Projekte: Das Magazin, die Vorstellung der Finalteilnehmer. Ich wollte helfen, ich wollte die Idee unterstützen. Dann auf einmal war ich Hauptorga, zuständig für Presse & PR. Wie konnte das passieren? Ich habe mich von Anfang an etwas unfähig gefühlt. Ich wusste, ich würde es reißen können. Irgendwann. Wenn ich mich nur eingearbeitet hätte. Aber es dauerte halt. Und immer dieser Gedanke in meinem Hinterkopf: „Du bist nicht so gut wie die anderen. Du hast kein Recht, hier zu sein.“

Es gibt einige Menschen, die glauben, mich zu kennen. Sie sagen mir, ich hätte Kraft und ich würde irgendwas ausstrahlen – Kompetenz, Sicherheit, so was in der Art. Doch ich denke, diejenigen, die so etwas von mir behaupten, haben im Grunde keine Ahnung. Mein Selbstbewusstein ist ziemlich winzig, ich vergleiche mich viel zu oft mit anderen und fürchte mich davor, dass sie mich nicht leiden können. Darum fühle ich mich unter Fremden nicht wohl. Ich weiß gern, mit wem ich es zu tun habe.

Das letzte Jahr in der Orga war für mich ziemlich anstrengend. Mal abgesehen davon, dass ich (wie jeder andere auch) sehr viel Zeit in die ganze Sache investiert habe, wurde mir in vielerlei Hinsicht bewusst, in was für einer skurrilen Szene wir uns eigentlich bewegen. Bunt, auffällig, laut, tolerant… Nein, nicht tolerant. Leider gar nicht tolerant. Ich fühle mich manchmal wie in einem schlechten Film wenn es darum geht, der Szene etwas Gutes zu tun. Weil es egal ist, was man macht: Man kann nur falsch handeln. Völlig egal, welche Gründe es gibt oder was man erreichen möchte. Wenn man in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, muss man vielleicht abgebrühter sein als ich es bin. Das ist traurig, aber sicherlich wahr. Ich habe im letzten Jahr Beschimpfungen, Rufmord, Hetze, Böswilligkeit, Jähzorn, Hinterhältigkeit, Schadenfreude und noch so einiges mehr aus Richtungen abbekommen, in die ich zuvor nicht geblickt hätte. Einfach, weil ich von dort nichts erwartet hatte. Es ist so furchtbar, dass viele Menschen nicht gönnen können und andere sich sogar auf regelrechten Vernichtungsfeldzügen zu befinden scheinen. Ich kann nicht sagen, woran das liegt. Es erschreckt mich. Und es beunruhigt mich, denn eine leise Stimme in mir fragt, wer noch alles darunter leiden muss. Jetzt und in Zukunft. Ich kam Mitte des Jahres an einen Punkt, an dem ich nicht mehr konnte und auch nicht mehr wollte. So sehr ich die Arbeit, den Wettbewerb, das ganze Team hinter der DCM mag… Es ging nicht mehr. Ich wollte einfach nur noch mit Menschen zu tun haben, die ich mag und die mich nicht vernichten wollen, weil ich an etwas mitarbeite, das sie hassen. Ich wollte nicht mehr online gehen und den nächsten Shitstorm sehen, der aus dem Nichts über das Team und mich herein brach. Also beschloss ich, zum Ende dieser Saison meinen Hut zu nehmen.

Die Vorstellung, endlich wieder Ruhe zu haben, keinen immensen Teil meiner Freizeit zu opfern und dafür größtenteils nur angegangen zu werden, hat mir Freude bereitet. Ich fühlte mich, als würde ich meine Freiheit zurück erhalten. Auf der anderen Seite waren da natürlich auch die Zweifel, ob ich einfach so würde gehen können. Ich kenne mich. Ich bin zu pflichtbewusst. Wenn ich mich freiwillig irgendwo einbringe, bedeutet mir das meist zu viel. Ich kann schlecht loslassen.

Vor dem Finale auf der Frankfurter Buchmesse war ich einfach nur im Stress. Die meisten machen sich sicherlich kaum Gedanken darum, was wir alles zu organisieren haben für diesen Wettbewerb. Es ist eine ganze Menge. Und wir werden nicht immer gut unterstützt. Dann war das Event da und mir war ziemlich mulmig. Im letzten Jahr hatte ich mich so verloren gefühlt zwischen allen im Team und den Teilnehmern, denn ich kannte kaum jemanden. Aber in diesem Jahr… Ich wusste plötzlich, wofür ich den ganzen Mist, der gelaufen war, mitgemacht hatte. Genau für diesen Moment. Für diese zwei Tage, in denen wir einfach etwas aufziehen können, was den Leuten Freude bereitet. Und in denen wir auch viel positives Feedback bekommen. Klar, es lief nicht immer alles glatt und es war stressig ohne Ende (Ich habe Sonntag vier Stunden lang versucht, aufs Klo zu gehen…), aber es war einfach großartig.

Als ich nach Hause kam – übernächtigt, hungrig, total im Eimer -, da wusste ich es bereits. Ich würde das nicht aufgeben können. Ich würde dieses Team nicht verlassen können. Nicht diesen Wettbewerb, der einfach nur versucht, den Leuten etwas Schönes zu bieten. Auch wenn viele das vielleicht nicht so sehen. Mir war aber gleichzeitig auch klar, dass ich nicht so weitermachen kann wie bisher. Und darum werde ich einiges ändern müssen. Meinen Posten, meine Zuständigkeiten. Ich werde abgeben müssen, delegieren – was weiß ich. Doch am Ende werde ich immer noch Teil eines Teams sein, in dem ich mich aufgehoben und akzeptiert fühle. Und mit dem ich über den ein oder anderen Hater vielleicht auch lachen kann.