Und falls einem mal gar nichts mehr einfällt…

… kann man einfach ein paar gute Dokus gucken.

Ich habe ja wieder mit dem Schreiben angefangen, seit ich hier in Solingen wohne. Nichts Großartiges, aber es wird. Bin etwas aus der Übung. Ich möchte mich nun doch wieder meinem Traumprojekt widmen: Dem Roman. Und da der sich bekanntlich nicht von alleine schreibt, muss ich eben ran an den Speck. Die Story habe ich seit 15 Jahren im Kopf und einen Teil davon habe ich (ziemlich schlecht) auch schon mal aufgeschrieben. Aber irgendwie sind das alles immer nur Bruchstücke und meine Charaktere passen nicht so richtig hinein. Daher beschäftige ich derzeit mit deren Aufbau und Ausarbeitung, Charakterentwicklung, Geschichte und so weiter. Es gibt da einen alternden Krieger (den guten Herrn W.), der mir etwas Bauchschmerzen bereitet hat. Ein grimmiger Kerl, der blind dem folgte, was ihm die Obrigkeit befahl. Weil er an das große Ganze glaubte und davon überzeugt war, das Richtige zu tun. Nun treffen meine Helden auf ihn, lange nachdem er schmerzhaft gelernt hat, dass man nicht blind einem Führer folgen sollte. Und da kam ich ins Stocken, denn ich dachte mir: „Wie soll ich das mit seinem Hintergrund glaubhaft rüber bringen, so dass er nicht als gebrochenes Weichei endet?“ Die Lösung kam in Form der Doku „Die Geschichte der Menschheit“. In der Folge, die sich unter anderem mit den Kreuzzügen beschäftigt, erfuhr ich von Tankred von Tiberias. Er hat sich bei der Eroberung Jerusalems hervor getan, sich aber geweigert, unschuldige Muslime abzuschlachten und sie unter den Schutz seines Banners gestellt. Als er allerdings vom Gebet in einer der Kirchen zurückkehrte, musste er feststellen, dass seine Mitkreuzfahrer all seine Schützlinge getötet hatten. Ich weiß nicht, was das mit Tankred gemacht hat, aber ich dachte sofort an Herrn W. und so werde ich dies als Basis für seinen bitteren Sinneswandel nehmen.

Dokus sind toll.

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