Kuschelmäuse

Im Herbst und im Winter sind meine Dickies besonders kuschelig. Kommt mir ganz gelegen, denn das ist ja voll mein Ding. Während Snorre gern auf meinem Bauch liegt und zufrieden einschläft, nachdem er stundenlang gekrault wurde und sich fast heiser geschnurrt hat, hat Tabby sich angewöhnt, entweder neben, auf oder zwischen meinen Beinen zu liegen.

Besonders schön finde ich, dass Tabby sich nachts nun meistens vor meinen Bauch legt und morgens nach dem Klingeln des Weckers auch sofort Streicheleinheiten einfordert. So aufzuwachen ist wundervoll. Ich genieße das. Snorre liegt meist auf der rechten Seite des Bettes, die ich nicht benutze, und ich kraule ihn beim Zubettgehen so lange, bis ich einschlafe.

Noch ein Grund mehr, die kalten Monate des Jahres zu lieben. Oder eher zwei Gründe.

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Schnee! Schnee! Schnee!

Immer wieder fragen mich Menschen, warum ich den Herbst so mag. Und den Winter. Kälte generell. Nun, ich packe mich lieber in drei Schichten Kleidung ein und entblättere mich nach und nach, als quasi in Unterwäsche in der Ecke zu liegen und dennoch wie ein Schwein zu schwitzen. Ich trage lieber weite Sachen als kurze oder enge und mache mir damit nicht so einen großen Kopf drum, wie schlimm meine Figur ist. Ich verstecke mich bei Regen gern unter einem Schirm, den ich im Sommer natürlich nicht dabei habe. In der länger andauernden Dunkelheit fühle ich mich sicherer, muss mich nicht so sehr verstellen und fühle mich nicht so auf dem Präsentierteller wie im strahlenden Sonnenschein. Buntes Herbstlaub macht mich glücklich. Und dann gibt es da noch den Schnee.

Einer der unbestreitbaren Vorteile, vom hohen Norden ins Bergische Land gezogen zu sein, ist der Schnee. In Hamburg hatten wir den eher… nicht so oft. Hier kann ich eigentlich jeden Winter damit rechnen. Selbst wenn es nur für ein oder zwei Tage ist: Er fällt. Und das nicht zu knapp. Oh, wie ich das liebe! Man wacht auf und die Welt ist bereits wie verzaubert. Stiller. Entspannter. Die Kälte ist nicht mehr so beißend, sondern fühlt sich weicher an. Jeder Schritt wird von diesem typischen Knirschen unter den Füßen begleitet und alles ist viel stiller, weil die weiße Pracht die Geräusche schluckt. 

Heute Morgen war es wieder so weit. Wundervoll!




Natürlich hat jede Jahreszeit ihre Vor- und Nachteile. Es ist nicht alles schlecht an Frühling oder Sommer. Aber jeder hat halt so seine Präferenzen. Und das hier sind meine

Über Nacht kam der Schnee

Gestern hatte ich es bereits gelesen: Unwetterwarnung für das Bergische Land. Unwetterwarnung zu dieser Jahreszeit? Was sollte denn kommen? Mit Schnee hatte ich schon lange nicht mehr gerechnet, da es viel zu warm war in den letzten Tagen. Doch tatsächlich: Es wurde Schneefall angekündigt. Ab 6:00 Uhr Samstagmorgen. Ich muss gestehen, ich habe nicht wirklich daran geglaubt. Die Wettervorhersage erzählt viel wenn der Tag lang ist und davon trifft das wenigste ein. Doch als ich heute Morgen die Augen aufschlug:

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Was, was, WAS? Schnee!! Ich hatte schlagartig gute Laune. Vielleicht können das viele nicht verstehen, aber ich bin absolut verrückt nach Schnee. Mal abgesehen davon, dass ich Kälte sowieso viel besser ertragen kann als Wärme, liebe ich einfach die Welt unter Schnee. Ist euch das schon einmal aufgefallen? Alle Geräusche sind gedämpft und irgendwie wirkt alles wie eingekuschelt und trotz der Kälte… warm. Vielleicht weil der Schnee eine große weiße Decke ist, die die ganze Welt sanft zudeckt. Und wer wird nicht gern zugedeckt?

Meine Kater waren etwas verwirrt von den weißen Flocken die draußen auf die Erde fielen. Ich weiß nicht, ob sie im letzten Jahr bereits Schnee gesehen haben, denn da waren sie ja noch nicht bei uns. Snorre bezog sofort Position auf der Fensterbank. Und Tabby wusste gar nicht so wirklich, wo er hin sollte zum Gucken. Bevor die beiden also von mir gefüttert wurden, liess ich sie kurz auf den Balkon. Tabby hatte natürlich wieder Angst, während Snorre sofort nach draussen stürmte.

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Schnee empfinde ich als eine Art Luxus. Naja, als gebürtiges Nordlicht hatte ich bis vor einiger Zeit nicht so viel davon. Klar im Norden fällt auch Schnee, aber normalerweise nicht soviel wie hier und er liegt dann auch nicht so lange. Als ich 2013 hierher zog , freute ich mich schon auf weiße Wintermonate. Im letzten Jahr war mir das natürlich nicht vergönnt. Umso toller finde ich jetzt, dass man innerhalb weniger Stunden so eine hohe Schneedecke gezaubert bekommt. Es hat mir sogar Spaß gemacht, vorhin das Auto frei zu schaufeln, um einkaufen fahren zu können. Bekloppt? Vielleicht. Ich renne auf jeden Fall mit einem breiten Grinsen durch die Gegend.

Einziger Wermutstropfen: Der Wetterumschwung kam so schnell, dass ich bereits den ganzen Tag unter Kopfschmerzen leide. Aber die werden auch wieder verschwinden. Davon lasse ich mir die gute Laune nicht verderben. Außerdem wärmt mich mein Kater an, ich könnte es also kaum besser haben.

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